Dienstag, 21. Dezember 2010

It doesn't often snow at Christmas


Immer dann, wenn man denkt "mehr geht nicht", wird man eines Besseren belehrt. Heute bin ich durch die Peacock Lane gefahren. Vom Freightliner-Pförtner habe ich den Tipp bekommen, dort unbedingt vor Weihnachten entlang zu fahren (Habe dabei festgestellt, dass ich schon mal da gewesen bin. Vielleicht kommt Euch ja ein Haus bekannt vor):


Die Peacock Lane ist eine ganz gewöhnliche Wohnstraße in Portland, allerdings gibt es dort seit 1920 eine Nachbarschafts-Übereinkunft, zu Weihnachten die Häuser extrem zu schmücken. Es ist eine Art Straßenfest, bei dem auch Spenden für Obdachlose und Kranke Menschen gesammelt werden.


Wer mehr darüber erfahren möchte, kann dies unter http://www.peacocklane.net/index.html tun. Hier findet man auch Noten, um den Peacock Lane Song zuhause ins Repertoire der Weihnachtslieder aufnehmen zu können.


Montag, 20. Dezember 2010

Columbia River Gorge

Das Panorama (bitte aufs Bild klicken für eine bildschirmfüllende Auflösung) zeigt das Ziel meiner heutigen Erkundungstour: die Columbia River Gorge. Das ist eine östlich von Portland gelegene gigantische Schlucht im Kaskadengebirge, das von Kanada parallel zur Küste durch die US-Staaten Washington und Oregon bis herunter nach Kalifornien reicht. Die Gorge trennt dabei Oregon und Washington voneinander. Druckunterschiede zwischen West- und Ostseite der Gebirgskette verursachen das ganze Jahr über einen starken Luftstrom durch die Schlucht, so dass die Columbia River Gorge als Windsurfing-Paradis bekannt ist. Heute war es allerdings selbst den Surfern zu kalt. Das mit dem "starken Luftstrom" kann ich allerdings als "stark untertrieben" bestätigen: noch niemals zuvor hatte ich solche Probleme, verwacklungsfreie Fotos zu schießen. In Kombination mit den eisigen Temperaturen fiel es mir dann irgendwann auch noch zunehmend schwerer, den Auslöser durchzudrücken.


Die Hänge der Schlucht sind bis zu 500m hoch und zur Zeit teilweise schneebedeckt. Ich weiß, mit Schnee kann ich meine deutschen Leser momentan in keiner Weise beeindrucken;-) Aber dann vielleicht hiermit: die Columbia River Schlucht beherbergt die größte Ansammlung an Wasserfällen im Westen des Nordamerikanischen Kontinents. Allein 77 Wasserfälle befinden sich auf der Seite Oregons, 4 davon habe ich heute besichtigt und bestimmt 20 weitere aus dem Auto gesehen.


Der größte Wasserfall der Gorge ist mit einem Gesamthöhenunterschied von 188m der Multnomah Fall. Streng genommen sind es zwei aufeinanderfolgende Wasserfälle mit 165m und 21m Höhendifferenz, aber das sehen die Amerikaner nicht so eng. Fälschlicherweise wird sogar so oft behauptet, es handle sich hierbei um den zweitgrößten Wasserfall der USA (so wurde es mir auch erzählt), dass diese Lüge im entsprechenden Wikipedia-Artikel Erwähnung findet, denn offenbar gibt es noch 90 andere Wasserfälle in den Vereinigten Statten, die eine größere Gesamthöhe aufweisen. Nichtsdestoweniger war der Anblick des Multnomah Falls beeindruckend (man beachte die Größe der Menschen auf der Brücke).


Liebe Grüße zum 3. Advent in die Heimat! Bald ist Weihnachten :-)


Samstag, 18. Dezember 2010

Kommentare

Von Einigen unter Euch bin ich darauf angeschrieben worden, dass man sich einloggen muss, um hier Kommentare hinterlassen zu können. Ich habe mal die Einstellungen dieses Blogs durchstöbert und glaube, den Grund gefunden zu haben und nun deaktiviert zu haben.
Ich freue mich auf Eure Kommentare!

On the Radio

Von der Musik, die hier im Radio gespielt wird, bin ich sehr angetan.Ich hatte ehrlich gesagt erwartet, dass ich nur wählen kann zwischen Country, Gangster-Rap, und überproduziertem Elektro-Zeugs (vgl. Timberland), natürlich ständig unterbrochen von Werbung.

Habe aber direkt zu Beginn zwei Radiosender gefunden, von denen sich die deutschen ein Stückchen abschneiden können. Der eine spielt ausschließlich Oldies (erinnert insgesamt von der Musikauswahl an SWR1: Simon & Garfunkel, Elvis, Rolling Stones, Beatles, Elton John), der andere spielt neuere Lieder (80er bis heute) von R.E.M., Queen, BeeGees über Dire Straits bis hin zu Madonna, Bon Jovi und Bruce Springsteen. Wenn mir mal ein Lied nicht so zusagt schalte ich um auf den anderen Sender um.
Die Moderatoren sind sehr zurückhaltend, wollen nicht durch überflüssige Witze auffallen und erzählen interessante Geschichten rund um die einzelnen Stücke oder Künstler. Ich weiß schon jetzt, dass ich das vermissen werde, wenn ich wieder in Deutschland bin. Hoffentlich daueret es nicht mehr so lange bis es mit dem Internetradio im Auto funktioniert. Liebe Mobilfunkbetreiber, bitte beieilt Euch mit dem flächendeckenden Ausbau des mobilen Highspeed-Netzes!

Freitag, 17. Dezember 2010

Walking in a Winter Wonderland

Ich denke, das ist nicht zu toppen:


Donnerstag, 16. Dezember 2010

Weihnachtsfeier des Bereichs "Cap Engineering"

Nachdem vor 1,5 Wochen schon eine kleine abteilungsinterne Weihnachtsfeier stattgefunden hat, gab es heute das große Christmas-Meeting (für Daimler-Leser: E2-Bereich). Ich durfte ja auch schon in Deutschland über vier Jahre verteilt an solchen Feierlichkeiten teilnehmen und daher bot sich heute für mich die spannende Möglichkeit eines Vergleichs.

In Deutschland schaut es so aus, dass der E2-Leiter eine ca. 30-minütige Rede hält über das, was im vergangenen Jahr alles geschehen ist, welche Herausforderungen gemeistert wurden und welche im kommenden Jahr auf den Bereich zukommen werden. Die Mitarbeiter stehen gemeinsam um den Vortragenden herum, lauschen interessiert und freuen sich auf das anschließende gemeinsame Mittagessen.
Grundsätzlich unterscheidet sich die amerikanische Variante dieser Veranstaltung nicht vom deutschen Pendant. Auch hier trägt die E2-Leiterin ca. 30 Minuten vor. Essen gibt es allerdings schon vorher bzw. währenddessen, und weil die Veranstaltung schon für 8:30 terminiert ist, ist es ein gemeinsames Frühstück.
Mitarbeiter bringen selbstgebackene Weihnachtsspezialitäten und nehmen damit an einem Wettbewerb um die ausgefallenste Leckerei teil. Die Abteilungsleiter fungieren als Pancakes-Köche, haben Rentier-Haarreife oder Weihnachtsmann-Mützen auf dem Kopf und tragen tannenbaumgrüne Krawatten mit Blinke-LEDs. Das Ganze hat einen nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt: dadurch, dass sich die Abteilungsleiter bei dieser Veranstaltung selbst nicht so Ernst nehmen, hilft dieser Auftriff ungemein, Distanz zwischen den Mitarbeitern abzubauen. Dazu trägt auch bei, dass nach dem E2-Vortrag jeder Abteilungsleiter einzeln die Erfolge seiner Abteilung in spaßiger Weise vostellt. Einer hat es in eine Weihnachtsgeschichte verpackt, ein anderer eine Bildergeschichte kreiert, untermalt von einer Weichnachtsversion des Village People Hits "YMCA". Wiederum ein anderer hat die Wikileaks-Veröffentlichungen parodiert und "streng geheime" Freightliner-Interna ausgeplaudert.
Alles höchst amüsant und durchaus geeignet für deutsche Weihnachtsfeiern.
Ob man allerdings auch Blinke-LED-Abteilungsleiter mit Rentier-Geweih in Deutschland einführen sollte, da bin ich mir nicht so sicher... ich mag meinen Abteilungsleiter so wie er ist.

Morgen steht dann noch die teaminterne Weihnachtsfeier an. Ihr seht, man kommt aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Trotzdem wird in der Zwischenzeit tatsächlich effektiv und diszipliniert weitergearbeitet.

Do they know it's Christmas?


Und wieder ein Foto, das ich in einem Portlander Wohngebiet geschossen habe. Gestern habe ich ein noch größeres Haus entdeckt, bei dem der komplette Garten, sämtliche Büsche, Bäume und Zäune beleuchtet waren und Lichterketten von den Zäunen zur Dachspitze gespannt waren. Leider hat es wiedereinmal in Strömen geregnet und aus dem Auto heraus konnte ich das Gesamtkunstwerk nicht erfassen. Ich habe den Ort im Navi gespeichert und werde bei besserem Wetter noch mal vorbeifahren.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Desinfizierung

Hier noch eine kleine Kuriosität, die sich am Eingang jedes großen Supermarkts befindet.

Misteriös

Seltsame Dinge geschehen hier. Am Sonntag habe ich von Goolge als Popup in meinem Mail-Postfach die Nachricht bekommen, dass von außerhalb (Colorado) auf mein Google-Konto zugegriffen wurde und ich das Passwort ändern soll. Als nächstes habe ich festgestellt, dass mein Blog verschwunden ist (blogspot gehört zu google). Da muss sich wohl irgendjemand eingehackt haben und den Blog gelöscht haben.
Aber wieso ist er jetzt wieder da? Seltsam seltsam.
Auf jeden Fall war es für mich eine Warnung und ich habe sämtliche Passwörter geändert, die ich so habe...

Als zweites Mysterium ist hier gestern ein Tornado niedergegangen. Zum Glück nicht in Portland direkt, sondern ein paar Meilen südlich. 25 Häuser wurden zerstört, aber niemand ernsthaft verletzt. Tornados sind völlig untypisch für die Gegend hier. Der gestern war jedoch der zweitgrößte seit 48 Jahren.
Bin mal gespannt, wann sich der Mount St. Helens, der 50 km nördliuch von Portland gelegen ist, bemerkbar macht;-)

Sonntag, 12. Dezember 2010

Outlet

Portland ist berühmt für seinen Niederschlag. In den 11. Tagen, die ich nun schon hier bin, hat es an 9 Tagen geregnet -  nicht permanent, aber mindestens 1 Mal am Tag.
Heute war Dauerregen angesagt, und weil ich die Portlander Shopping-Malls schon alle kenne, bin ich kurzentschlossen nach Woodburn gefahren. Das ist 50km südlich von Portland und bekannt für sein Company Outlet Center für diverse Marken. Hab meinen Vorrat an Stoffhosen verdreifacht, indem ich bei Esprit 2 Hosen mitgenommen habe - für 32 Dollar, zusammen :-)
Ansonsten ist Outlet-Shopping hier sowieso total angesagt: Nike hat seinen Firmensitz im benachbarten Beaverton und Adidas seine US-Zentrale in Portland. Adidas gewährt Daimler-Mitarbeitern sogar bis Ende Januar 50% Rabatt. Schade, dass ich so wenig Verwendung für Sportartikel habe...

Samstag, 11. Dezember 2010

Freitag, 10. Dezember 2010

Klimaanlage


Das hier ist meine Klimaanlage im Hotelzimmer und ich halte es für angemessen, Ihr einen eigenen Artikel zu widmen. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie solch eine Heizung erlebt. Nicht, dass sie irgenwie durch raffinierte Bedienung oder Programmierungsmöglichkeiten punkten würde, nein es ist ihre schiere Power:
Leistungsmäßig ist sie mindestens auf dem Niveau der stärksten Freighliner Trucks (vom Geräuschpegel her leider auch) und macht innerhalb von 5 Minuten aus Grönland Dubai.


Ich betrete abends in Winterjacke mein Hotelzimmer, das sich über den Tag aufrund der nicht-isolierenden Fester auf annähernd Außentemperatur heruntergekühlt hat. Ich gehe zur Heizung, stelle sie auf 99° Fahrenheit (~37°C) und kann sofort die Winterjacke ausziehen, weil die Heizung dieses Kleindungsstück innerhalb weniger Sekunden überflüssig macht. Nach 1 Minute habe ich Frühling, nach 2 Minuten Sommer, nach 3 Minuten Badewetter und nach 10 Minuten Sauna... ich müsste eingentlich mal versuchen einen Aufguss zu machen, aber vielleicht spare ich mir das lieber bis zum letzten Tag auf.
Und wenn der Kühlmodus genauso gut funktioniert wie die Heizung, dann kann der Klimawandel kommen: diese Anlage kompensiert alles, YEAH!

Für zwischendurch:

Donnerstag, 9. Dezember 2010

I'm still alive...

... und was soll ich sagen: es war lecker! :-)
Lustigerweise haben mir die Kollegen auf dem Weg zum Restaurant alle gesagt, dass das Thai-Essen in Amerika anders schmeckt als in Deutschland, weil sie andere Zutaten benutzen. Aber um ehrlich zu sein: es schmeckt total gleich. Und überhaupt, woher sollen die Amerikaner wissen, was für Zutaten die deutschen Thai-Restaurants benutzen?!

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite habe ich dann eine Kneipe entdeckt, die "Prost!" heißt, eine Frau im Dirndl auf die Gebäudewand gemalt hat und deutsches Bier anbietet. Ich denke, ich sollte dort bei Gelegenheit mal vorbeischauen...

Thai

Gerade kam mein Teamleiter und hat mich gefragt, ob ich Ihn und ein paar Kollegen zum gemeinsamen Mittagessen beim Thailänder begleiten möchte. Ich hab natürlich zugesagt.
Bin schon gespannt, erwarte Schreckliches und hoffe nur das Beste :-)

Bis später... hoffentlich