Donnerstag, 17. Februar 2011

Rückblick: letzte Etappe (LakeTahoe bis Portland)

Unsere letzte Etappe sollte uns von Carson City in Nevada durch Nord-Kalifornien zurück in die "Heimat" nach Portland in Oregon führen. Geplante Kilometer: 1130 km
Doch zuerst einmal war Squaw Valley Etappenziel des Vormittags. Hier wurden 1960 die Olympischen Winterspiele ausgetragen. Unser Plan war, mit dem Sessellift auf einen der Berggipfel zu fahren, um von dort aus die Aussicht zu genießen. Diesen Plan haben wir sehr bald verworfen, denn zwischen all den Wintersportlern sind wir doch arg herausgestochen und in unseren Halbschuhen und Jeans sehr belächelt worden. Diesem Spott wollten wir uns nicht auch noch auf dem Berggipfel im Tiefschnee ausgesetzt fühlen. Außerdem war die Auffahrt mit 22 Dollar pro Person auch nicht unbedingt ein Schnäppchen, um für ein paar Minuten (mehr blieben uns ja bei der Strecke, die noch vor uns lang, nicht) den Ausblick zu genießen. 



Wir tranken also einen Kaffee und machten uns dann auf den Weg durch die wunderschöne Winterlandschaft. Wir fuhren durch schneebedeckte Weidelandschaften und durch lichte Wälder mit vereisten Straßen auf Sommerreifen ;-) Glücklicherweise war der Weg eben und es ging nur geradeaus.
Irgendwann erreichten wir eine Unfallstelle, wo ein kleiner Lieferwagen (wie der vom A-Team) auf dem Dach lag. Der Fahrer und die Polizei standen daneben und ich frage mich bis heute, wie er das auf ebener gerader Strecke hinbekommen hat. (einziger nachvollziehbarer Grund: er musste irgendwas ausgewichen sein, und an der ca. 1m höhen Schneemauer am Straßenrand zum Kippen gekommen sein... aber dann liegt er auch erstmal nur auf der Seite und nicht auf dem Dach).
Trotz dieses kleinen Schreckens war die Fahrt wirklich angenehm und entspannend. Und bedenkt man, dass wir einen Tag zuvor noch durchs Death Valley gefahren waren und 2 Tage vorher durch die wüstenähnliche Landschaft Arizonas, eine Woche zuvor im frühlingshaften Los Angeles waren und in San Francisco einen Herbststurm miterleben mussten, so erlebten wir heute die dritte Jahreszeit auf unserer Reise. Einzig echtes Sommerwetter über 20 Grad hatten wir auf unserem Roadtrip nicht erleben dürfen.
Gegen Nachmittag wurden wir noch mal Zeuge eines Naturschauspiels. Unsere Route führte uns herab aus der Hochebene in den Talkessel, in dem der Highway 5 in Richtung Portland verlief. Wir hatten weiterhin sonniges Wetter mit blauem Himmel. Aber der Talkessel war eingehüllt in Nebel. Von oben sah es aus, als würden wir auf eine Wolke blicken. Je näher wir kamen, destso diffuser wurde das Licht. Wenige Minuten später - mitterweile befanden wir und auf dem Highway im Tal - befanden wir uns in dichtem Nebel. Schichtweite war um die 50m. Vom Himmel keine Spur mehr. Dadurch, dass wir von Bergen umschlossen waren, ging natürlich auch die Sonne früher unter, so dass nicht nur der Nebel die Sicht beeinflusste sondern auch die zunehmende Dunkelkeit. Irgendwann an der Staatsgrenze begrüßte uns Oregon dann mit Regen. 

Spannend wurden die letzten paarhundert Kilometer dann dadurch, dass das Navi uns vom Highway herunterführte, obwohl wir angenommen hatten, bis Portland auf der Interstate 5 durchzufahren. Unser Gefühl sagte uns, dass das unlogisch ist. Der Technikgläubige unter uns beiden vermutete aber, dass das Navi wahrscheinlich über die Landstraße eine Abkürzung gefunden hat und der Highway bestimmt einen großen Bogen macht. Also hielten wir an, es war eh Zeit fürs Abendessen, und ich guckte auf der Karte nach beiden Routen. Der Highway machte tatsächlich einen 100km großen Bogen und die vorgeschlagene Route war die direkte Verbindung und 15min schneller. Also ging es weiter über die Landstraße. Sie war gut ausgebaut und gut beleuchtet... für weitere 10 min. Ab dann wurde es dunkel. So richtig dunkel. Stockfinster! Die Straße entsprach nun auch eher unseren schmaleren Landstraßen. Und es ging bergauf. Nicht stark aber doch kontinuierlich, so dass wir bald auch wieder Schnee am Straßenrand sahen. Ich hoffte a) dass es nicht noch weiter hoch ging und b) dass die Straße nicht eisig wurde. Gleichzeitig begann ich mich zu fragen, wieso der Highway wohl einen soooo großen Bogen gemachte hat und stellte mir auf einmal einen sehr großen Berg vor... warum nur bin ich da nicht früher drauf gekommen?!
Mittlerweile waren wir 30 min unterwegs auf der Abkürzung. Meine Hoffungen erfüllten sich nicht. Als die Straßen anfingen gefährlich zu funkeln und es immer noch bergauf ging, wurde es mir zu heiß.. nee: zu kalt. Gemeinsam entschlossen wir uns, auf den Zeitvorteil zu verzichten und umzukehren. So wurden aus 15 min Zeitvorteil zwar 1,5h Zeitverlust, aber was macht das schon aus umgerechnet auf hoffentlich 50 weitere Lebensjahre.
Die restliche Fahrt zog sich dann schier endlos durch Regen und Dunkelheit. Zum Glück waren wir zu zweit und konnten uns abwechseln und uns gegenseitig wach halten. Um 1 Uhr in der Nacht erreichten wir total erschöpft Portland. Alles in allem sind wir an dem Tag dann dank des Umwegs über 1200km gefahren. Eindeutig zu viel!

So ging dann eine wunderbare und unvergessliche Reise zu Ende, die auf Grund der großartigen Begleitung doppelt so schön war: 1002 Danke :-)



Dienstag, 15. Februar 2011

Rückblick: Death Valley

Von Las Vegas ging es nun zum 700km entfernten Carson City, in der Nähe des Lake Tahoe. Der Weg führte uns mitten durchs Death Valley. Als Mitarbeiter eines Automobilherstellers ist dieser Ort natürch ein Begriff. Da Death Valley zeitweise der wärmste Ort auf diesem Planeten ist, und relativ gut an die Zivilasation angebunden ist (ca. 1,5h von Las Vegas entfernt) nutzen die Autohersteller das Death Valley, um Prototypen auf dem Weg zur Serienreife extremen Hitzetests zu unterziehen. Wenn der Motor hier nicht überhitzt, wir er es nirgendwo tun. Glücklicherweise war es Anfang Januar und die Temperaturen lagen um 15° C.


Death Valley hat mich total überrascht. Ich hätte einen steinigen, staubigen, hässlichen Ort erwartet - quasi ein zweites Los Angeles ohne Gebäude;-)
In Wirklichkeit entpuppte es sich aber als eines der Highlights unserer Tour. Die Landschaft am Zabriskie Point erinnerte an die Mondoberfläche, auch wenn ich selbst noch nicht dort gewesen bin... ich hab aber den Film gesehen, in dem dieser Jazztrompeter angeblich auf dem Mond rumhüpft... oder war es ein Radrennfahrer?!


Vor einigen Millionen Jahren war an dieser Stelle einmal mal ein See. Die unterschiedlichen über Jahrtausende abgesetzten Sedimente weisen verschiedene Farben auf. Erosion, verursacht durch starke Regenfälle, ließ die bizarren Strukturen entstehen.


Vom Zabriskie Point ging es in den Golden Canyon, einer schmalen Schlucht die über einen relativ versteckten Zugang zu Fuss zu besichtigen ist. Besonders interessant waren hier die schrägen Gesteinsschichten.


Genau wie einen Tag zuvor schon der Grand Canyon war auch Death Valley ein Paradis für (Hobby-)Fotografen. Uns ist mehrmals ein asiatischen Paar über den Weg gelaufen, bei dem Sie das Spiegelreflex-Topmodel von Sony um den Hals hängen hatte. Da sie vielleicht 1,50m groß war, wirkte die Kamera noch mal um einiges größer als sie eh schon ist. Ihr (wahrscheinlicher) Ehemann schleppte einen Fotoapparat im Format eines Toasters mit sich herumtrug. Aufschrift: Hasselblad.
Für die weniger Fotoaffinen, hier ein kleiner Exkurs: Hasselblad-Kameras benutzen u.a. Studiofotografen, deren Fotos von Models irgendwann mal eine Gebäudewand zieren sollen. Eingentlich würde ich hier spaßeshalber gerne den Preis einer solchen Kamera nennen und habe deswegen gerade mal gegoogelt. Das Problem ist allerdings Folgendes: diese Hasselblad-Kamera, die der Herr mit sich herumtrug, ist im Gegensatz zu gewöhnlichen Spiegelreflex-Systemen, welche stets eine Kombination aus Objektiv+Kameragehäuse sind, ein dreiteiliges Kamerasystem, das aus Objektiv, Gehäuse und Rückteil besteht. Das Rückteil beinhaltet den digitalen Bildsensor beinhaltet und kann ausgetauscht werden.
Natürlich kommte ich auf die Schnelle weder erkennen, welches Objektiv noch welches Rückteil montiert war
Nur soviel: ein aktuelles Set, bestehend aus Standard-Objetiv und 60 Megapixel kostet 28000 Euro. Wer sich mit 40 Megapixeln zufrieden gibt, spart 8000,-
Und weil ich hier nicht den Megapixelwahn bei Kameras unterstützen möchte, muss ich noch kurz loswerden, dass die Fläche der Bildsensoren bei Hasselblad 4 Mal größer ist als bei den heutigen Einstiegs-Spiegelreflex-Kameras und ca. 44 Mal größer als bei den normalen Kompaktkameras. Oder anders gesagt: möchte man das Rauschverhalten einer 40-Megapixel-Hasselblad mit einer Kompaktkamera erzielen, dürfte diese nur 0,9 Megapixel besitzen und nicht 12 oder 14 wie die aktuellen Generationen der Kompaktkameras, deren Bilder man sich doch eh meistens nur auf Monitoren oder Fernsehern mit maximal 2-Megapixel-Auflösung ansieht.



Vom Golden Canyon ging es dann nach Badwater, dem tiefsten Punkt des nordamerikanischen Kontinents. Badwater hat sinen Namen von Schatzsuchern, die in Karten diesen Punkt als "schlechtes Wasser" markierten, da ihre Pferde das stark salzige Wasser des Sees nicht trinken wollten.


Badwater liegt 85,5m unterhalb des Meeresspiegels. Eine Markierung in einer angrenzenden Felswand veranschaulicht die Lage der Meeresoberfläche (s. Foto direkt unterhalb)


Die Lichtverhältnisse waren wieder einmal beeindruckend. Pastellige Blautönen und diffuses Licht erzeugten den Eindruck man befände sich gerade inmitten einer Filmkulisse, deren Landschaft im Hindergrund auf eine Leinwand gezeichnet wurde. Hinzu kam, dass der leicht feuchte salzige Boden die Geräusche sehr stark dämpfte, so dass die Atmosphäre noch unwirklicher wurde.




Auf dem Weg heraus aus Death Valley ging es schnurgerade über 10 Meilen mit kontinuierlichem Anstieg in die umliegenden Berge. Man kann sich nur zu gut vorstellen, dass diese Etappe unter sommerlichen Temperaturen von 50° C das Kühlsystem an seine Grenzen oder darüberhinaus bringt. In den Bergen selbst wurden die Straßen wieder verschlungener und führen uns vorbei an tiefen Schluchten. In der Ferne konnten wir einen Düsenjäger beobachten, der am Himmel Flugmanöver probte. Mittlerweile waren wir schon wieder recht hoch oben in der Bergkette, die das Death Valley nach Westen hin begrenzt. Die Sonne war soeben untergegangen und man hatte bei dem verbleibenden Restlicht einen Ausblick auf das hinter uns liegende Death Valley, links wurde die Straßen von bloß noch ein paar Meter hohen, steilen Felswänden begrenzt (wir waren bald am höchsten Punkt angelangt) und rechts ging es abwär.... ein ohrenbetäubender Lärm erschreckte uns plötzlich wie aus dem Nichts. Nur wenige Meter über unsseren Köpfen donnerte der Düsenjäger an uns vorbei, der offensichlich jetzt andere Flugmanöver ausprobierte. Das Geräusch war beängstigend laut, aber genauso schnell wie es gekommen war verschwand es auch wieder. Die Anspannung, dass der Jäger jederzeit wieder auftauchen könnte war aber nun permanent da. Hoffentlich war es nicht der erste Trainingsflug dieser Art des Piloten, ging mir durch den Ko... Und schon wieder zuckte ich zusammen, als der Jet neben uns aus der Schlucht auftauchte, ungefähr 100m vor uns die Straße in zirka 20m kreuzte und dann wieder verschwand. Der Geräuschpegel war jenseits von allem was ich zuvor gehört habe. Eingentlich so, wie man es aus Top Gun oder ähnlichen Filmen kennt, bloß 1000-fach bedrohlicher. Wir machten einen Stopp am nächstgelegenen Aussichtspunkt, von dem man direkt in die angrenzende Schlucht blicken konnte. Der Flieger befand sich mittlerweile weit entfernt hoch oben im Himmel und drehte wieder friedlich seine Kreise. Ein paar Sekunden später wurde aus dem Kreisbogen ein sich nicht bewegender Punkt. Der Jet schien am Himmel still zu stehen. Wie war das möglich? Schnell bemerkte ich, dass der Punkt größer wurde. Der Flieger stand nicht still, nein, er nahm direkt Kurs auf uns und kam beängstigend schnell näher. Keine 5 Sekunden vergingen und er war da. Im letzten Moment änderte er seine Flugrichtung und tauchte ab in die sich zu unserer Rechten ausbreitende Schlucht.


Alles ging so rasend schnell. Einen Augenblick später verschwand er auch schon wieder in den Tiefen der Schlucht. Der Geräuschpegel war diesmal überraschend leise... dachte ich gerade so bei mir, als mich die volle Wucht des Schalls erreichte. Achja, Schall ist langsamer als Licht. Erst als der Flieger schon außer Sichtweite war wurde es richtig laut. Ich dachte ein zweiter Jäger fliegt grad unmittelbar über meinem Kopf hinweg und wird ihn im nächsten Augenblick mit seinem Nachbrenner pulverisieren. Glücklicherweise hielt der Lautstärkepegel nur zirka 1s an. Dann war wieder alles still. Gut eine halbe Minute später hörten wir ihn wieder... irgendwo... aber wo? Ich steckte schnell die Finger in die Ohren. Im nächsten Moment erhob er sich aus der Schlucht, raste in den Himmel und verschwandt. Wir warteten noch einige Minuten, stiegen dann ins Auto und machten uns auf zu den restlichen 430 Kilomete, die wir an diesem Abend noch zurücklegen mussten.
Der verbleibende Weg sollte uns östlich entlang der Sierra Nevada führen. Zumindest sah es auf der Karte so als, als führe er am Gebirge seitlich vorbei. Nach einem 90-minütigem kontinuierlichen Anstieg (ohne dabei Serpentienen fahren zu müssen) hatten wir so unsere berechtigten Zweifel, dass wir nicht mitten im Gebirge sind. Netterweise stehen ja am Straßenrand Schilder, die das Überschreiten einer 1000-Fuss-Höhenlinie mitteilen. 9000 Fuss war die höchste Zahl, die wir sehen durften. Das entspricht 3000m und ist der zweithöchste Pass der USA. Der höcher Berg nahe das Highways war knapp 15.000 Fuss hoch (4600m) hoch.
Die Strecke zog sich schier endlos durch die Dunkelheit. Zwischenzeitlich wurde es extrem nebelig und wir konnten nur noch im Schleichtempo vorankommen. Gegen 22 Uhr errechten wir Carson City, eine Kleinstadt hinter der Grenze von Kalifornien zu Nevada. Natürlich fehlten auch hier die für Nevada obligatorischen Kasinos nicht. Unser Motel war wirklich nett und die Dame an der Rezeption super freundlich und erklärte uns noch ausgiebig, was wir uns am Folgetag am besten alles am Lage Tahoe ansehen, und wo wir mit dem Sesselift auf die Berge fahren können, damit wir von dort oben einen traumhaften Blick auf den See genießen können... doch dazu im nächsten Artikel mehr.

Sonntag, 13. Februar 2011

Rückblick: Grand Canyon

Von Las Vegas ging es dann zum Grand Canyon. Genauer gesagt, ging es erst einmal in einer fünfstündigen Fahrt nach Flagstaff, das wiederum 1,5h sündlich des Grand Canyon National Parks liegt.
Auf dem Weg von Las Vegas nach Flagstaff kamen wir mehr oder weniger zufällig am Hoover Damm vorbei, der den Lake Mead staut und somit das Wasserreservoir von Las Vegas erzeugt. Nebenbei dient sein Kraftwerk zur Energieversorgung der Stadt.


Der Hoover Damm befindet sich genau auf der Grenze von Nevada zu Arizona. Bis vor wenigen Wochen verlief der Hauptverkehrsweg mitten über den Damm. Ende 2010 wurde die neue Brücke (s. Schatten im Bild) eröffnet, die 10 Minuten Zeitersparnis ermöglicht. Von Nevada nach Arizona wechselt man die Zeitzone (von Pacific Time to Mountain Standard Time). Es ist schon witzig, wenn man direkt an der Grenze steht und 5m neben einem eine andere Zeit gilt.

(Das Foto ist ein Blick zurück in die Richtung aus der wir gekommen sind)

Die Fahrt durch Arizona war wunderbar. Endlose schnurgerade Highways und ein traumhafter Blick auf die ins Nachmittaglicht gehüllten Berge.


Bei Minus 6 Grad kamen wir abends im schneebedeckten Flagstaff an und gingen recht bald schlafen (denn es war ja eine Stunde später als gefühlt), da wir am nächsten Morgen den Sonnenaufgang (7:20) am Grand Canyon erleben wollten. Das hat auch alles wunderbar funktioniert. Mit ein paar anderen Verrückten waren wir pünklich auf einer der Aussichtsplattformen und blickten erwartungsvoll in die riesige Schlucht. Im Sekundentakt klackerten die Spiegel der Spiegelreflaxkamera. Ich einem Moment, in dem ich gerade nicht selbst geknipst habe, habe ich mich mal ungeschaut und den Preis des sich auf der Aussichtsplattform befindenden Fotoequipments auf 35.000 überschlagen. Alleine 2 Personen nutzen Kameras, deren Gehäuse alleine schon 5000 Euro kostet. Mit den Teleobjektiven, die sie drangeschraubt hatten, plazierte jeder von ihnen einen Gesamtwert von 13000 Euro wenige Zentimeter vom 700m tiefen Abgrund auf 3 zierlichen  Stativbeinchen... (nicht eingerechnet sind natürlich die möglicherweise in den Kamerataschen befindlichen anderen Objektive, denn wer ein 6000 Euro teures Teleobjektiv besitzt, hat womöglich noch andere Schätze in seinem Koffer). Aber auch meine Kamera hat ganz passable Bilder geliefert.


Minütlich wechselten die Licht-und-Schattenspiele im Tal vor uns. Einzig der eisige Wind machte den Anblick ein wenig unangenehm.



Als dann endlich die Sonne aufgegangen war, wurde es auch angenehm warm. Wir haben echt einen traumhaft schönen Tag mit einer gigantischen Aussicht genießen dürften. Nicht auszudenken was gewesen wäre, wenn es regnerisch und diesig gewesen wäre... Die schneebedeckten Terrassen des Canyons in Kombination mit dem blauen Himmel und dem braunen Fels waren einfach nur unbeschreiblich. Und dann diese Weite und Tiefe. Irgendwo ganz klein und ganz weit unten konnte man zwischen den Felsspalten den Colorado River erkennen. Blickt man den Horizont entlang soll man sogar die Erdkümmung erkennen können. (falls nun jemand in meine Fotos reinzoomt und dort tatsächlich eine Krümmung wahrnimmt, dem sei gesagt, dass diese aber genauso gut von Verzeichnungen meines Objektiv stammen können)  


Einen kompletten Vormittag spazierten wir einen kleinen Wanderweg am Rande des Abgrunds entlang. Um uns herum war der komplette Boden winterlich weiß. Etwas befremdet für eine normale Winterlandschaft war jedoch die Planzenwelt, die eher zu heißen Wüstenregionen passt.   




Am frühen Nachmittag mussten wir den National Park wieder verlassen und nahmen ein weiteres Mal Kurs in Richtung Las Vegas. Von nun an sollte es - verglichen mit den anderen Reisetagen - im Eiltempo zurück nach Portland gehen: nur 2 weitere Übernachtungen waren geplant für noch zu fahrende 2000 Kilometer.
In Las Vegas mussten wir uns diesmal mit einem etwas außerhalb gelegenen Hotel begnügen, weil die gerade begonne Consumer Electronics Show, eine weltbekannte Messe für Elektronik-Artikel, die Hotelpreise bereits am Mittwoch auf Wochenendniveau hob. Das Mirage, in dem wir zuvor für 60 Dollar übernachteten, hätte uns nun 200 Dollar pro Nacht gekostet :-(

("Rückblick: Death Valley" folgt am 15.02. 0:00)

Donnerstag, 10. Februar 2011

Rückblick: Las Vegas

Am Morgen des 3. Januars verließen wir Los Angeles in Richtung Las Vegas. Die gut 3-stündige Fahrt erwies sich als äußerst langweilig. Um uns herum war karge steinige Landschaft. Manchmal, wie aus dem Nichts erreichten wir überraschend große Städte, bei denen wir uns immer wieder fragen mussten: wer wohnt hier freiwillig?


Unmittelbar an der Staatsgrenze von Kalifornien zu Nevada befanden sich die ersten Kasinos. Eine künstliche Stadt, die irgendwie eine Mischung aus riesiger Raststätte und Freizeitpark inklusiver Achterbahn war. Die komplette Stadt war aber aufgrund des sonntäglichen Rückreiseverkehrs von Las Vegas nach Los Angeles total überlaufen, so dass wir schnell wieder unsere Ruhe auf dem Highway suchten. Von der Staatsgrenze bis nach Las Vegas war auf der Gegenspur ein durchgängiger Stau.


Am frühen Nachmittag erreichten wir dann Las Vegas. Unser Hotel lag direkt am Strip, so dass wir auf dem Weg dorhin gleichzeitig eine kleine Seightseeing-Tour machen durfen.


Im Hotel angekommen, machten wir uns sogleich zu Fuss auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Ich war sauf Anhieb von Las Vegas total beeindruckt (nach Los Angeles konnte es allerdings auch nur besser werden). Leben könnte ich hier zwar nicht, aber der komplette Strip zieht einen irgendwie sofort in seinen Bann wie kein zweiter Ort auf dieser Welt. Alles wirkt nicht real, mal ein bischen wie ein Freizeitpark, dann wieder wie eine Touristenhochburg irgendwo am Ballermann. Insgesamt aber faszinierend schön und es existiert kein Meter, auf dem man nicht von neuen Eindrücken überflutet wird.  
Weil es draußen tierisch kalt war (unter 0°C) und leicht schneite, nahmen wir am ersten Abend meistens die Route durch die Hotels. Man kann nämlich nahezu von jedem Hotel ins benachbarte laufen. Der Weg führt natürlich mitten durch die Kasinos und die jeweiligen hoteleigenen Shopping-Malls. Während die Kasinos alle wirklich austauschbar sind, sind die Shopping-Malls einzigartig und machen ebenfalls einen Teil der Faszination Las Vegas' aus - auch wenn man wie wir überhaupt nichts einkauft.


Die Mall des Ceasars Palace ist dem alten Rom nachempfunden: Man läuft auf Kopfsteinpflaster, hat einen künstlich blauen Himmel überm Kopf und kann am Nachbau des Tivoli-Brunnnens Pasta und Pizza essen (sogar richtig lecker).


Man sollte das Ganze halt nicht so ernst nehmen und mit dem Orignalschauplatz vergleichen und sich fragen wieso man auf der Welt ein zweites Rom braucht, oder ein weiteres Venedig, in dem Gondolieri Arien singend durch knietiefes Wasser schippern, oder warum man einen Crêpes unterhalb des Eiffel-Turms ausgerechnet in Las Vegas essen sollte, wenn echte französische Crêpes in Paris viel besser schmecken, oder... oder... oder....



Bleibt man aber bei der Wahrheit, dass man sich nämlich gerade in der "Fressmeile" eines Einkaufszentrum befindet, dann muss man schon annerkennend eingestehen, dass die Innenarchitektur eine durchaus angenehme Atmosphäre entstehen lässt und die deutschen Einkaufszentren, die alle dem gleichen Stil folgend mit Granit-Fussboden, goldenen oder silbernen Geländern, Glasaufzügen, Brunnen und Dekopalmen auftrumpfen wollen, im Vergleich eintönig und verwechselbar erscheinen.


Ebenfalls richtig gut inszeniert sind die "Shows", die manche Hotel den Passanten von der Straße aus bieten. Das Bellagio lässt im 15-Minuten-Turnus weiß beleuchtete Wasserfontänen untermalt von dezenter klassischer Musik in den nächlichen Himmel emporsteigen. Unser Hotel veranstaltet einen Vulkanausbruch, indem Wasserfontänen rot und orange beleuchtet werden. Das Nachbarhotel Treasure Island führt eine Piranten-Tanz-Show auf, bei der ein Piratenschiff versenkt wird.



Die 1,5 Tage, die wir in Las Vegas verbrachten, waren eigentlich zu kurz, um die Stadt komplett zu erleben. Da wir in der wenigen Zeit möglichst viel sehen wollten, sind wir die 1,5 Tage komplett durchgängig herumgelaufen. Es wäre bestimmt auch schön gewesen, eine der vielen Shows zu besuchen, sich im Wellnessbereich zu entspannen oder sich mit dem Auto auf Erkundungstour durch die anderen Stadtteile dieser flächenmäßig riesigen Stadt zu begeben.

Montag, 7. Februar 2011

Rückblick: Los Angeles

Eines vorweg: Los Angeles ist nicht schön, auch wenn die Bilder hier vielleicht etwas anderes vermitteln. Man fotografiert halt keine hässlichen Orte und derer gibt es ausreichend in L.A..

Am Morgen des 31.12. machten wir uns zunächst auf zu den Warner Brother Studios, die im Gegensatz zu den Universal Studios als "Geheimtip für Kinogänger und Serienjunkies" gelten. Im Gegensatz zu den Universal Studios, die viel eher ein Freizeitpark zum Thema Film und Fernsehen sein sollen, ist die Warner Brother Tour bodenständiger und "näher dran" am Produkt. Man führt die Besucher an die Sets der aktuellen Produktionen, natürlich nicht, wenn gerade gedreht wird. Angekommen bei Warner, durften wir uns im Visitor Center in eine kurze Schlange einreihen, um dann festzustellen, dass die Länge der Warteschlange nichs über die Wartezeit aussagt. Nur 3 Leute waren vor uns, wir durften aber geschlagene 30 min warten, bis wir endlich an der Reihe waren. Die professionell freundliche Dame teilte uns mit, dass heute gegen 14:30 zwei Plätze in einer Tour für uns frei seien. Soweit so gut. Wir zahlten die 96 Dollar (45 p.P. plus Steuer) und mussten nun einen Zeitvertreib finden. Aus diversen Filmen (u.a. Transformers und 3 Engel für Charlie) wusste ich, dass es eine Sternwarte gibt, von der man einen traumhafen Blick auf Los Angeles hat. Unser Reiseführer erwies sich als überaus hilfreich und empfahl uns das gesuchte Griffith Obstervatory als ein der 10 Top-Sehenswürdigkeiten.


Oben auf dem Hollywood-Hügel angekommen, genossen wir die Aussicht auf L.A. und in entgegengesetzter Richtung auf die Hollywood-Buchstaben (unteres Bild in der Mitte)


Wir sollten diesen Buchstaben aber im Verlaufe unseres Aufenthaltes noch viel näher kommen... dazu jedoch an anderer Stelle mehr.
Weil wir uns vor der Rush-Hour fürchteten, machten wir uns frühzeitig wieder auf in Richtung Studiogelände. Auf der Fahrt dorthin, lief uns dann noch Spiderman über den Weg. Er wirke ein bisschen gelangweilt. Offenbar gab es für seinen Geschmack zu wenig Hochhäuer in Hollywood. Selbst das freundliche Hubkonzert sämtlicher (wirklich sämtlicher) umherfahrenden Autos konnte ihn nicht aufmuntern. Mit gesenktem Kopf marschierte er weiter.


Mit genügend Zeitpuffer am Studio angekommen, durften wir auf den Beginn unserer Tour warten. Als es dann losging, wurde uns zum Auftakt wurde ein 10 minütiger Einführungsfilm gezeigt. Eigentlich war es viel mehr eie schnelle Aneinanderreihung bekannter Sequenzen aus Filmen, die alle von Warner Bros. produziert wurden. (Matrix, Harry Potter, und den Rest hab ich schon wieder vergessen, war aber Einiges...)


Danach wurden wir mit kleinen offenen Bussen übers Studiogelände gefahren. Durchführen Kulissen einer typischen Kleinstadt. Unsere Führerin erzählte permanent irgendwelche Geschichten über Dreharbeiten, die hier stattgefunden haben, u.a. dass das Haus eines Doktors aus Emergency Room direkt neben dem eines anderen Doktors aus Emergency Room steht, obwohl sich die Ärzte in der Serie nicht ausstehen können und sie dort auch keine Nachbarn waren. Man musste bei den Dreharbeiten immer nur darauf achten, dass das jeweilige Nachbarhaus nicht im Bild zu sehen war. Ich habe leider keine einzige Folge Emergency Room gesehen. Später führte sie uns noch ans Set von "The Mentalist", "Two and a half Men" und zum Café aus "Friends", das nachdem die Serie beendet war, woanders auf dem Studiogelände als "Andenken" an die Serie aufgestellt wurde. Nachdem uns die Führerin die komplette Tour über darauf heiß gemacht hat, "durften" wir zum Abschluss sogar noch ins Warner Brothers Museeum. Yipiiieh! Uns wurde drei Mal gesagt, dass wir auf keinen Fall fotografieren dürfen und nichts anfassen dürfen, und am Eingang wurden wir von Security empfangen, die uns nochmal das gleiche erzählte: Keine Fotos, nichts anfassen!
Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, was denn da so besonders drin ist, dass sie solch ein Tohuwabohu drum machen. Vielleicht war ja dort das Set der Mondlandung aufgebaut?!
Denkste... das Museum war echt ein schlecher Witz: ein paar Kostüme aus Harry Potter Filmen, das Outfit von Mr. Smith aus Matrix, Batman's Umhang und ein paar kleine Modelle von kuriosen Fortbewegungsmitteln aus diversen Filmen. Amerikaner schaffen es (wahscheinlich mangels echter Historie) aus allem und jedem ein Museum zu machen. Und wenn man dann auch noch Security in den Eingang stellt und Verbote aufstellt, glauben sogar einge Besucher tatsächlich dran, dass hier etwas weltbewegendes ausgestellt ist.


(diese beiden Fotos sind NICHT im Museeum entstanden sondern in der "Fahrzeuggarage". Im Museeum war ja fotografieren strengstens verboten)



Am Abend machten wir uns zunächst auf die Suche nach einem leckeren Restaurant in Downtown, mussten nebenbei feststellen, dass die Amerikaner zu Silvester gerne Basketball gucken, weil als Großveranstaltung gerade in der Arena ein Basketball-Spiel lief und drumerum viele bunte Lichter funkelten.


Nachdem wir dann lecker mexikanisch zu Abend gegessen haben, machten wir uns auf den Weg, um das Feuerwerk bewundern zu können. Da der Bereich ums Griffith Obervatorium nachts geschlossen hat, suchten wir auf dem Navi die entferntest- und damit auch höchstgelegene Straße in den Hügeln Hollywoods und fuhren los. Die Straßen dort sind wirklich eng und verschlungen. Teilweise kommt man zwischen den kleinen Häuschen kaum durch ohne anzuecken. Leider hat man aufrund der zwar niedrigen aber dichten Bebauung von der Straße aus keine Aussicht auf L.A.
Erst als wir relativ hoch waren, lichtete sich die Bebauung und plötzlich erhob sich ein riesiges dunkles H aus dem nächtlichen Himmel. Wenige Momente später konnten wir den kompletten Schriftzug lesen. Wir befanden uns nun direkt unterhalb des Hollywood Schriftzuges. Alles um uns herum war duster, keine Menschenseele weit und breit und alles war sehr unheimlich. Hier wollten wir dann doch nicht unser Silvester verbringen. Auf dem Weg runter entdeckten wir dann tatsächlich noch einen echten Ausichtspunkt. Die Hollywood-Buchstaben weniger groß im Rücken, parkten wir an der Straße überblickten den Aussichtsplatz, an dem es sich schon ein paar Jungendliche gemütlich gemacht haben und hatten fast komplett L.A. im Blickfeld. Nun warteten wir auf Mitternacht...
Nur wenige Augenblicke später näherten sich dem Aussichtspunkt von beiden Seiten Fahrzeuge und machten kurz bevor sie uns erreichten das Blaulicht an. Die Polizisten stiegen aus, gingen auf die Jugendlichen zu, führten sie an ihr Auto und untersuchten jeden in der Gruppe, so wie man es aus Hollywood-Filmen kennt. (achja, wir befanden uns ja auch in Hollywood). Einer der Polizisten kam währenddessen auf uns zu und meinte, wir sollten uns doch lieber für die nächsten Minuten aus dem Staub machen, weil es vielleicht gefährlich für uns werden könnte...
Also sind wir dann noch eine halbe Stunde umher gefahren, um uns kurz vor Zwölf wieder am Aussichtsplatz einzufinden: keine Jugendlichen mehr da, keine Polizei mehr da, nur ein paar andere Leute, die offensichtlich zu Fuss von Parties aus der Nachbarschaft herbeigekommen sind. Wir mischten uns unters Volk und blickten um 12 erwartungsvoll auf Los Angeles. Es geschah relativ wenig. Hier und da erkannte man einige "Hotspots", an denen Feuerwerkskörper abgefeuert wurden. Der Rest der Stadt war allerhöchstens von Straßenlaternen erhellt. Wie eine Recherche im Nachhinein ergab, gibt es recht strenge Regularien für Privatpersonen, was das Abfeuern von Feuerwerk betrifft. Kalifornien gehört zwar zu den weniger strengen Staaten, jedoch reicht das wohl auch schon aus, damit Privatpersonen kein Feuewerk abfeuern.
Um 5 nach 12 führen wir zurück ins Hostel und gingen schlafen.

Am nächsten Morgen machten wir unseren Neujahrsspaziergang auf dem Walk of Fame. Vom ersten Abend kannten wir ja schon einen heruntergekommenen Bereich des Hollywood Boulevards. Der hübsche Bereich war jedoch nur 2 Blocks davon entfernt und war selbst auch nur exakt einen Block lang. In diesem Bereich befinden sich die bekannten Kinos, unter anderen das Kodak Theater, in dem jedes Jahr die Oscar-Verleihungen stattfinden.




Der Eingangsbereich des Kodak Theaters, dort wo dan der rote Teppich ausgerollt wird, ist eine kleine noble Shopping-Mall. Die Säulen sind beleuchtet und mit Jahreszahlen versehen. Wenn das Jahr in der Vergangenheit lag, war davor ein metallerner Schriftzug mit desjenigen Films angebracht, der in besagtem Jahr den Oscar gewonnen hat.


Liegt das Jahr in der Zukunft, war davor natürlich kein Schriftzug.


Nachdem wir eine Stunde Hollywood-Atmosphäre geschuppert hatten, machten wir uns auf den Weg durch Beverly Hills und Bel Air zum Santa Monica Pier. Dort haben wir im übrigen unseren ersten und einzigen Hollywood Star gesehen, den ich nicht mal mit Namen kenne. Es war dieser glatzköpfige ältere Schauspieler aus der Serie "Lost". Er lief dort allerdings als Niki Lauda verkleidet herum und versteckte seine Glatze unter einer roten Kappe.
Der Pier, der gleichzeitig das Ende der Route 66 markiert, war wirklich schön. Es handelt sich um einen riesigen Holzpier, der eine halbe Meile ins Meer ragt. Bekannt ist er vor allem für seine Ganzjahreskirmes und sein nachts hell erleuchtetes Riesenrad.




Vom Pier sind wir dann noch herab auf den Strand gegangen und dort ein wenig herumspaziert. Hier hatten wir endlich die typische California-Atmosphäre, die wir aus Filmen und Serien kannten. Hübsche Menschen fuhren mit Inlinern oder auf Fahrrädern, hatten dabei Headsets im Ohr und telefonierten und zogen nebenbei ihren Hund hinterher.



Nach einem Spaziergang durch die Fussgängerzone Santa Monicas, die ebenfalls richtig hübsch war, gingen wir zum Abschluss des Tages ins Kino ("The Tourist").
Am nächsten Morgen stand dann die Fahrt nach Las Vegas an...